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80 Jahre Ausbildung bei KAEFER Deutschland

 

11/06/2015, Deutschland. Im April 1935 begann der erste Lehrling oder auch Stift, wie Auszubildende damals genannt wurden, seine Ausbildung bei KAEFER in Bremen. Seitdem haben mehr als 1.300 Industrieisolierer, Trockenbaumonteure und Kaufleute diesen Weg gewählt und sind mit KAEFER ins Berufsleben gestartet. Darum wurden jetzt „80 Jahre Ausbildung“ mit Gesellschaftern, Geschäftsführung, Ausbildungsverantwortlichen, MitarbeiterInnen und Gästen sowie vielen ehemaligen und aktuellen Auszubildenden in der Unternehmenszentrale an der Marktstraße in Bremen gefeiert.

Ausbildung hat bei KAEFER nach wie vor einen hohen Stellenwert. „Fast die Hälfte unserer MitarbeiterInnen an unseren deutschen Standorten haben wir selbst ausgebildet, dazu zählen auch vier Führungskräfte in unserem Top-Management“, sagte Peter Hoedemaker, Vorsitzender der Geschäftsführung. In 2014 wurden bei KAEFER insgesamt 73 Auszubildende beschäftigt.

Dazu gehört auch, dass die gewerblichen Auszubildenden aller KAEFER-Standorte gemeinsam in Bremen ausgebildet werden und zudem in Wohngemeinschaften leben und betreut werden. „Unsere Ausbildungsverantwortlichen stehen ihnen auch persönlich zur Seite, damit sie über das Fachwissen hinaus lernen, sich im täglichen Leben zu bewähren“, sagt KAEFER-Gesellschafter Ralf Koch. KAEFER gehört zu den Initiatoren des Bildungszentrums der Bauwirtschaft BAU-ABC Rostrup bei Bad Zwischenahn. Durch den intensiven Einsatz in der überbetrieblichen Ausbildung hat KAEFER das Berufsbild des Industrieisolierers entscheidend mitgeprägt.

Eine hohe Fachkompetenz und Orientierung am aktuellen Bedarf der Industrie bescheinigt auch Emke Emken, Leiter des BAU-ABC Rostrup, dem Unternehmen. Vor gut 15 Jahren hat KAEFER sich bewusst für das neue Ausbildungsmodell entschieden und damit die Basis für eine Ausbildung auf dauerhaft hochwertigem Niveau gelegt.

Dieses Niveau zeigten die Auszubildenden auch bei der Jubiläumsveranstaltung, bei der sie mit Filmen und Sketchen sehr anschaulich von ihrem Alltag und ihren täglichen Herausforderungen in Büro, Werkstatt und Wohngemeinschaft berichteten.
Die folgende Podiumsdiskussion war eine Zeitreise durch die Dekaden: Ein ehemaliger Auszubildender erzählt, dass er 1958 mit 14 Jahren gerade die Schule beendet hatte. Sein Vater war Friseur und schnitt dem damaligen kaufmännischen Niederlassungsleiter in Bremen die Haare. Für ihn war klar: „Mein Sohn wird Isolierer bei KAEFER.“ Und das wurde er dann auch. Gleich am zweiten Arbeitstag ging es auf die Baustelle. „Wir waren immer vier Tage auf der Baustelle, am fünften Tag in der Berufsschule und sind danach mit dem Rad zu KAEFER, um unsere wöchentliche Lohntüte abzuholen“, erzählt er.

Ein anderer Ex-KAEFERaner berichtet, dass er mit 14 Jahren eigentlich zur See wollte, aber hatte sich zuvor bei seinen Freunden umgehört und so vom Industrieisolierer erfahren. „Ich bin zu KAEFER und habe gefragt. Da hieß es gleich: Ja, du kannst anfangen.“ Vom Industrieisolierer bis zum Bauleiter: Er war 50 Jahre bei KAEFER in Hamburg tätig, inzwischen arbeiten auch seine zwei Kinder rund 30 Jahre im Unternehmen.

Eine Mitarbeiterin erzählt, wie sie als zweite weibliche Auszubildende überhaupt Mitte 1970er Jahre ihre Ausbildung zur Industriekauffrau begann „Wir mussten, wie alle anderen auch, für vier Wochen in die Werkstatt, da herrschte ein rauer Ton“, erzählt sie. Auch heute noch ist es fester Bestandteil, dass die kaufmännischen Auszubildenden einige Wochen in der Werkstatt und auf einer Baustelle verbringen. „Nur dann können sie die Abläufe wirklich verstehen und nur dann entsteht Respekt in der Zusammenarbeit“, sagt Ralf König, Leiter Human Resources Deutschland.

Das gilt auch auf internationaler Ebene: Seit 2012 werden jedes Jahr zwei Stipendien des Bremer Sportgarten e.v. in Kooperation mit der Carl Duisberg Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Verein Partnerschaft Bremen-Durban an KAEFER-Auszubildende vergeben. Die Auszubildenden leben während ihres Aufenthaltes in Südafrika in Gastfamilien und unterstützen tatkräftig das Sportgarten-Projekt in Durban.

In den vergangenen Jahren wurde KAEFER mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2004 mit dem „Goldenen Ausbildungs-Ass“ im bundesweiten Wettbewerb und 2006 mit dem Zertifikat für Nachwuchsförderung der Bundesagentur für Arbeit. 2010 gewann ein KAEFER-Auszubildender die Europäischen und Deutschen Meisterschaften der Industrie-Isolierer.


Pressekontakt

Francisca M. Gorgodian
Tel +49 421 3055 311
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Mit seinem Leistungsportfolio rund um Isolierung, Zugangstechnik, Korrosionsschutz, passiven Brandschutz und Innenausbau nimmt KAEFER eine weltweit führende Position ein. Das Bremer Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Industry, Marine & Offshore und Construction tätig und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. Euro. KAEFER ist in mehr als 50 Ländern aktiv, beschäftigt derzeit 26.000 Mitarbeiter und wird von Peter Hoedemaker (Vorsitzender der Geschäftsführung) geleitet.