| 12.04.2010 | Erneuerbare Energie aus der Wüste | [Headquarters] |
| KAEFER ist Assoziierter Partner der Desertec Industries (Dii) | ||

Bremen. Die KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG beteiligt sich an einem der ambitioniertesten Projekte zur Sicherung einer zukunftsfähigen Energiever-sorgung in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika.
KAEFER zählt weltweit zu den ersten Unternehmen, die als „Assoziierter Partner“ in die Desertec Industries (Dii) aufgenommen wurden. Ziel von Dii ist es, die regulatorischen Rahmenbedingungen für Investitionen in regenerative Energien und internationale Energienetze zu schaffen. Dii möchte die EUMENA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Nordafrika) mit Strom versorgen, der in Wüstengebieten aus Sonne und Wind erzeugt wird. Bis 2050 sollen auf diese Weise rund 15 Prozent des europäischen Energiebedarfs gedeckt und gleichzeitig Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Erzeugerländer gegeben werden.
Die Idee für das Großvorhaben geht auf den Club of Rome zurück, der sich seit 40 Jahren mit wichtigen Fragen der Zukunftssicherung für die Menschheit beschäftigt. Zur Unterstützung und Weiterentwicklung des Konzepts hat der deutsche Zweig des Club of Rome im Jahr 2003 die DESERTEC Foundation gegründet. Im Juli 2009 nahmen 12 große europäische Unternehmen und die DESERTEC Foundation den Plan zur Stromerzeugung in der Wüste auf und schlossen sich in der Desertec Industries zusammen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen treibt nun die Umsetzung des Vorhabens voran.
Ergänzend zu den Dii-Gesellschaftern kann sich eine begrenzte Zahl von Unternehmen als Assoziierte Partner an der Initiative beteiligen. Voraussetzung ist, dass sie das DESERTEC-Konzept unterstützen, fachliche Expertise einbringen und sich an der Finanzierung der Projektgesellschaft beteiligen. KAEFER wurde aufgrund seines herausragenden Know-hows im Bereich der Isoliertechnik ausgewählt – ein sehr wichtiges Fachgebiet für die Initiative, denn in den Wüsten wird die Energie unter extremen Witterungsbedingungen erzeugt und muss anschließend unter möglichst geringen Verlusten über mehrere tausend Kilometer transportiert werden.
„Für Dii ist KAEFER auch deshalb ein idealer Partner, weil wir bereits intensiv im Nahen Osten und Afrika aktiv sind“, betont Peter Hoedemaker, Vorsitzender des Group Executive Committee bei KAEFER. Die Gruppe ist insgesamt in mehr als 45 Ländern vertreten. „Darüber hinaus verfügen wir über umfassende Erfahrung im Bereich der Solarenergie. Und nicht zuletzt bilden Nachhaltigkeit und Verantwortung die Basis unserer Geschäftsentwicklung.“. Die Vision des Unternehmens zielt darauf ab, Energieverschwendung zu eliminieren.
Das DESERTEC-Konzept beinhaltet den Bau eines dezentralen Netzes von Solar- und Windkraftwerken im Nahen Osten und Nordafrika. Viele Anlagen könnten in der Nähe von Küsten entstehen, sodass mit der erzeugten Energie gleichzeitig Meerwasser entsalzt und zum Beispiel der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden kann. Auf diese Weise bietet DESERTEC eine integrierte Lösung für verschiedene drängende Probleme: Klimawandel, drohende Wasserknappheit und die Endlichkeit der fossilen Energiequellen.
Die Gesellschafter der Desertec Industries sind überzeugt, dass die größten Hindernisse nicht technischer oder finanzieller Art sein werden. Das Hauptaugenmerk liegt vielmehr auf der Schaffung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen: Regierungen müssen für die Schaffung der nötigen Rechts- und Investitionssicherheit gewonnen werden, denn der Strom muss – wie bei einer Ölpipeline – viele Grenzen überwinden. Desertec Industries ist optimistisch, dass dies gelingen wird, denn alle Beteiligten profitieren in erheblichem Umfang von der Initiative.
KAEFER ist der weltweit größte unabhängige Anbieter sämtlicher Leistungen rund um Isolierung. Das Bremer Unternehmen ist in den Geschäftsfeldern Industry, Offshore, Shipbuilding, Construction und Aerospace tätig. 2009 hat KAEFER weltweit 1,2 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet. KAEFER ist in über 50 Ländern aktiv, beschäftigt derzeit mehr als 17.000 Mitarbeiter und wird von Peter Hoedemaker (Vorsitzender des Group Executive Committee) geführt.
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