| Brandschutz im Tunnelbau - eine Notwendigkeit Bis zum Jahr 2003 werden BAUTEC und KAEFER als Arbeitsgemeinschaft partnerschaftlich den baulichen Brandschutz in der 4. Röhre des Elbtunnels sowie im zukünftigen Wesertunnel realisieren. Notwendigkeit Das stark ansteigende Verkehrsaufkommen macht den Bau der 4. Röhre des Elbtunnels notwendig. Durch diese zusätzliche Röhre soll der Verkehrsfluss auf der Bundesautobahn A7 - auch bekannt als Europastraße E45 - in Nord-Süd-Richtung mit zwei zusätzlichen Fahrspuren deutlich verbessert werden. Die gesamte Ausbaustrecke hat eine Länge von 4.400 m. Die Länge der Tunnelstrecke beträgt 3.100 m, davon 2.560 m in geschlossener Bauweise. Durch Brände und Explosionen ausgelöste Gefahren und der daraus resultierende notwendige Personenschutz erfordern ein hochentwickeltes Brandschutz-Konzept und dessen bauliche Umsetzung. Forschung und Entwicklung BAUTEC und KAEFER arbeiten mit verschiedenen Prüf- und Forschungsinstituten zusammen, um entsprechende Brandschutz-Systeme zu entwickeln, die Materialien zu verbessern und Konstruktionen von Brandschutz-Vorrichtungen zu optimieren. Auf Grundlage der Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) und nach mehrfachen Tests bei der TU Braunschweig und beim Institut für Industrieaerodynamik (I.F.I.) der FH Aachen wird die Tragkonstruktion und dessen Brandschutz-Verkleidung für die 1407 Einzelelemente der Brandschutz-Decke gefertigt. Projektmanagement und Qualitätssicherung Der kontinuierliche Einsatz von Programmen mit moderner Planungs-Software stellt ein hohes Maß an Zuverlässigkeit bei der Abwicklung der Projekte sicher. Präzise Planung von Arbeitsabläufen und Terminen hat absolute Priorität. Qualitätspläne sind bei der exakten Umsetzung der Konstruktionspläne wichtige Hilfsmittel. Regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter zum Thema Arbeitssicherheit sind ebenso selbstverständlich wie die Zertifizierung nach DIN ISO 9001/9002. Planung und Konstruktion BAUTEC und KAEFER sind Partner für die Planung, Konstruktion, Produktion, Beschaffung sowie für Montage von insgesamt 30.000 qm Brandschutz-Decken inkl. der Rauchabzugsklappen. Zweck der gesamten Konstruktion ist die Absaugung und Abführung der im Brandfall entstehenden Rauchgase in den Rauchgaskanal oberhalb der Brandschutz-Decke. Die Tragkonstruktion aus korrosionsbeständigem nichtrostenden Stahl wird im Brandfall durch eine mehrlagige Brandschutzplatten-Verkleidung aus AESTUVER-Glasfaserleichtbeton vor Temperaturen über 300 °C geschützt. Auch die Befestigungselemente zur Wand und die Hängerbauteile zur Decke sind durch spezielle Brandschutz-Verkleidungen gesichert. Ein von BAUTEC und KAEFER gemeinsam entwickeltes Montage-Konzept sorgt für die präzise Montage und sichere Befestigung der jeweils im Mittel 2 t schweren Decken-Elemente. | |||||||
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| Zeichen: 2821 Juli 2001 | |||||||